Professionelle Konflikt-Begleitung

Das Ziel einer professionellen Konflikt-Begleitung durch Mediation, Konfliktberatung oder -Coaching ist es, der oder den Konfliktpartei(en) dabei zu helfen, aus einer belastenden, oft als auswegslos empfundenen Situation herauszufinden, neue Perspektiven zu entwickeln, Handlungsoptionen zu finden bzw. Lösungsansätze für Probleme und Konflikte zu erarbeiten.

 

Wenn die Bereitschaft, Kapazität und Möglichkeit aller Konfliktparteien gegeben ist, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, kann eine Mediation sowohl für Paar-Konstellationen als auch für Gruppen und Teams ein sehr wirkungsvolles Verfahren zur nachhaltigen Klärung sein (s.u.). Eine Konflikt-Begleitung kann aber auch für Einzelne sehr hilfreich sein, um mehr Klarheit zu gewinnen und Handlungsfähigkeit wiederzuerlangen. Ein besonders geeignetes Format hierzu ist die Konflikt-Perspektiv-Analyse, die es ermöglicht, in Abwesenheit der anderen Konfliktpartei(en) innerhalb von 1.5-2 Stunden konkrete Konflikte strukturiert zu bearbeiten (s.u.).

Wann ist ein Konflikt für eine Mediation geeignet?

Mediation ist ein Verfahren, das zwei oder mehr Parteien hilft, aus einer schwierigen, oft über längere Zeit verhärteten Situation herauszufinden und selbstständig Lösungen für Probleme und Konflikte zu erarbeiten. Eine Mediation erfolgt im Rahmen mehrerer gemeinsamer Sitzungen, deren Anzahl und zeitlicher Abstand sind situationsabhängig. 


Als Mediatorin unterstütze ich Sie in diesem Prozess, indem ich Rahmen und Struktur schaffe, Methoden zum besseren gegenseitigen Verständnis und zur Konflikterhellung anbiete, und Sie bei der Erarbeitung konstruktiver, realistischer Maßnahmen begleite – natürlich komplett vertraulich.

 

Als Mediatorin habe keine beratende Funktion, sondern nehme eine klar allparteiliche Haltung mit dem Ziel der Vermittlung ein. Mediation ist sowohl für  Zweierkonstellationen (wie z.B. Konflikte in Ehe und Partnerschaft, zwischen Arbeitskolleginnen, Mitbewohnern, Geschwistern oder Freundinnen) geeignet, als auch für kleinere und größere Gruppen (wie z.B. Teams, Organisationen, Vereine, Nachbarn, (Wahl-)Familien oder Wohngemeinschaften).  Dabei kann es um die Klärung eines ganz bestimmten Sachverhalts gehen (z.B. Umgang mit Kindern bei Trennung/Scheidung, Interessenausgleich bei WG-Auflösung), oder um die Bearbeitung immer wiederkehrender Schwierigkeiten (z.B. bei Arbeitsabläufen in Teams oder Konflikten zwischen Team und Vorgesetzten).

 

Abhängig von Thema, Eskalationsgrad und Zahl der beteiligten Konfliktparteien arbeite ich alleine oder im Format der Ko-Mediation mit einem/r Kollegen/in. Am Ende einer Mediation steht meist eine Abschlussvereinbarung, aus der sich gegebenenfalls ein gegenseitiger rechtlicher Anspruch ergibt.  [mehr Infos zur Mediation]

 

Zentrale Voraussetzungen für Mediation

Freiwilligkeit

Alle Beteiligten sind aus freien Stücken und mit der grundsätzlichen Bereitschaft da, sich auf den Prozess einzulassen.

 

Klärungsinteresse

Alle Beteiligten sind trotz Ärger und emotionalen Verstrickungen motiviert und bereit, den Konflikt zu bearbeiten, um eine tragfähige Regelung für die Zukunft zu finden.

 

Eigenverantwortung

Zu den wichtigsten Grundsätzen der Mediation gehört die Eigenverantwortlichkeit der Medianten. Der Mediator ist für Rahmen und Prozessführung verantwortlich, die Medianten müssen eigenständig nach Lösungen suchen und auch dafür sorgen, dass Ihre Interessen gewahrt beiben.

 

Rechtliches

Mediation ersetzt keine Rechtsberatung.  Die Abschlussvereinbarung einer Mediation kann rechtsverbindliche Regelungen treffen, diese dürfen aber nicht geltendem Gesetz zuwiderlaufen. In Konflikten, die Rechtsgegenstände berühren (z.B. bei Erbschaft, Scheidung, Betriebsauflösungen), ist oft eine zusätzlich Rechtsberatung bzw. anwaltliche Prüfung der Vereinbarung geboten.

 

Konflikt-Perspektiv-Analyse

Das Format der Konflikt-Perspektiv-Analyse (KPA) wurde von dem Berliner Mediationsinstitut inmedio entwickelt. KPA ist eine Art "Ein-Parteien-Mini-Mediation", bei der innerhalb von 1.5-2 Stunden konkrete Konflikte strukturiert bearbeitet werden. Dadurch wird mit überschaubarem Aufwand unabhängig von der/den anderen Konfliktpartei(en) eine Selbstklärung ermöglicht, es werden Handlungsoptionen entwickelt und damit selbst in verfahrenen Situationen Spielräume eröffnet.

 

KPA kann extrem hilfreich sein in Konstellationen, wo die andere(n) Konfliktpartei(en) nicht erreichbar oder zögernd/unwillig sind, sich auf eine Klärung oder ein doch relativ aufwändiges Mediationsverfahren einzulassen oder es Ihnen selbst noch gar nicht klar ist, ob und wieviel Sie an Zeit und Energie in eine Klärung investieren wollen. Typische Fälle wären z.B. Konflikte am Arbeitsplatz mit Kolleg*innen oder Vorgesetzten bzw. als Vorgesetzte mit Mitarbeiter*innen, mit Vermietern, in der Nachbarschaft etc.

Natürlich gilt auch hier absolute Vertraulichkeit. Gegebenenfalls können im Rahmen der KPA erarbeitete Lösungsansätze auch im Rahmen von individueller Konfliktberatung weiterentwickelt werden.

 


Zum Ablauf

Bei Interesse bitte ich um Kontaktaufnahme per Email. Gern können Sie auch schon kurze Angaben zur Problemstellung machen. Diese Informationen werden selbstverständlich völlig vertraulich behandelt. Ich melde mich baldmöglichst zurück, Sie können gern eine Telefonnummer angeben und Zeiten, zu denen Sie gut erreichbar sind. Alternativ können Sie mir unter 030-55637239 auch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

 

Nach einer telefonischen Vorklärung treffen wir uns zum unverbindlichen, kostenlosen Erstgespräch, bei dem wir uns kennenlernen und kurz über Ihr Anliegen und Fragen zu Rahmenbedingungen einer Mediation als Verfahren sprechen.
Danach entscheiden beide Seiten, ob sie sich auf einen Mediationsprozess einlassen wollen, und unterschreiben die Mediationsvereinbarung. Die erste Sitzung kann dann – so gewünscht – gleich im Anschluss erfolgen.

 

Bei der Konflikt-Perspektiv-Analyse erfolgt die Vorklärung telefonisch, da es sich hier im Allgemeinen um Einzelsitzungen handelt. 

 

Die Termine finden im Regelfall in Berlin in Räumen in der Nähe des U-Bahnhof Schlesisches Tor statt. Im Allgemeinen braucht eine Mediation im privaten Bereich zwischen drei und sieben Termine á 90 Minuten in Abstand von ein bis drei Wochen. Sie verpflichten sich nicht vorab auf eine bestimmte Stundenzahl, ebensowenig kann es aber auch eine Garantie für eine Höchstdauer geben. 

 

Die Kosten einer Mediation werden nach Stunden abgerechnet und in der Regel von den beteiligten Konfliktparteien anteilig getragen. Die genaue Höhe des Stundensatzes richtet sich nach Art und Schwere des Konflikts, der Anzahl der beteiligten Personen sowie danach, ob Ko-Mediation gewünscht oder erforderlich ist. Format und Dauer für Teams und Organisationen sind hiervon abweichend, und werden meistens nach Halbtages- oder Tagessätzen vergütet. Auf Wunsch kann die Mediation auch in Englischer Sprache erfolgen.

Zertifizierte Mediatorin nach § 5 Abs. 2 Mediationsgesetz, Mitglied im Bundesverband Mediation e.V., engagiert bei ZoffOff e.V.